Patricia M. Schiess Rütimann
Keine kurzen Wege für die Gleichstellung. Die Rollen von Staatsgerichtshof und Gesetzgeber von der Einführung des Frauenstimmrechts bis heute
Forschungsbeitrag in: Liechtensteinische Juristen-Zeitung (LJZ), Heft 2, S. 72–93 | Juni 2025
Diese Publikation macht auf – nicht nur in Liechtenstein – ungelöste Fragen aufmerksam wie auf die, wer Betreuungsleistungen erbringt, wenn Frauen wie Männer berufstätig sind, oder an welchem Familien- und Partnerschaftsmodell sicher der Gesetzgeber ausrichten soll. Zudem wird darauf hingewiesen (siehe insbesondere S. 80, 87 und 90), dass es – vor allem, aber wohl nicht nur in Liechtenstein – mehr empirische Daten bräuchte, um Rechtsnormen so auszugestalten, dass sie bestehende Ungleichheiten abbauen können. Der Beitrag bringt auch Themen wie (vermeintliche) Privilegien der Frauen (Stichwörter Rentenalter und Feuerwehr) zur Sprache und weist darauf hin, dass das Gesetz nicht selten so tut, wie wenn der gleiche Einsatz von Männern und Frauen in der Kinderbetreuung und im Haushalt schon gegeben wäre und die finanziellen Verhältnisse und der Gesundheitszustand von Frau und Mann identisch wären.